In letzter Zeit schießen immer mehr Designer-Auktions-Portale aus dem Boden. Das Prinzip ist einfach: Der Auftraggeber beschreibt was er haben möchte, und die Designer gestalten ein Layout. Aus vielen verschiedenen Vorschlägen kann nun der Auftraggeber auswählen und bezahlt sein vorgeschlagenes Budget. Klingt nach einer kostengünsitgen Möglichkeit für Shopbetreiber an ein professionelles Layout zu kommen – oder?Zuerst sollte man sich ein wenig Gedanken darüber machen, was das Layout für den Onlineshop leisten soll. Es soll auf alle Fälle gut aussehen, Seriösität vermitteln, die Zielgruppe ansprechen, und die Usability in keiner Weise einschränken, sondern viel mehr unterstützen. Einige Anforderungen die den Designern erstmal rübergebracht werden müssen.

Ein professioneller Designer mag diese Anforderungen sicherlich erfüllen – handelt es sich aber um professionelle Designer auf diesen Plattformen? Wir möchten uns natürlich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen und behaupten, dass auf Plattformen dieser Art nur Hobby-Designer unterwegs sind. Sieht man sich aber die durchschnittliche Höhe des Budgets an sollte man schnell festellen können: Professionelle können hier nicht lange überleben.

Wenn man allerdings seine Anforderungen klar hinterlegt, sollten diese auch eingehalten werden, oder? Im Endeffekt darf man nicht davon ausgehen, dass alle Anforderungen so eingehalten werden wie es notwendig werde. “Jaja, Usability machen wir auch” ist zwar schnell gesagt, aber dadurch noch nicht umgesetzt.

Wer sich zutraut das Layout so auszuwählen, dass die Punkte bedacht sind kann dies natürlich einmal versuchen. Man sollte allerdings beachten, dass es nicht darum geht Freunden und Verwandten zu zeigen “was für einen tollen Shop” man hat. Es geht viel mehr darum, dem Kunden zum Kauf zu animieren und die gewünschten Funktionen bereit zu stellen.

Meist empfiehlt es sich dennoch eher an eine Agentur oder einen Dienstleister heranzutreten. Diese sind zwar teurer, aber man kann erwarten, dass man beommt was man zum Verkaufen braucht.

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Ein Kommentar zu “Vorsicht vor Designer- und Dienstleistungs-Auktionen”

  1. Ich stimme dem Autor hierbei völlig zu. Natürlich ist es zu erst verlockend wenn man, gerade auf der Suche nach einem Dienstleister in einem Bereich in dem man sich gar nicht auskennt, Preise so leicht vergleichen kann.

    Wichtig ist jedoch: Qualität kommt nicht aus Dumpinglöhnen zustande. Gerade ein komplexes Online-Projekt benötigt Fachwissen, Engagement und Know-How aus verschiedenen Bereichen.

    Wie sagte schon John Ruskin, ein englischer Sozialkritiker noch vor 1900:
    Es gibt kaum etwas auf der Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen kann und ein wenig billiger verkaufen könnte, und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Machenschaften.

    Es ist unklug, zuviel zu bezahlen, aber es ist auch unklug, zuwenig zu bezahlen. Wenn Sie zuviel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld, das ist alles. Wenn Sie dagegen zuwenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann.

    Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten. Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko, das Sie eingehen, etwas hinzurechnen. Wenn Sie dies tun, dann haben Sie auch genug Geld, um für etwas Besseres mehr zu bezahlen.

    In diesem Sinne schliese ich mich dem Verfasser an. Einmal Qualität als zigmal billige Zeitverschwendung.

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