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Immer wieder geistern Meldungen über Verkäufe bereits bestehender Onlineshops mit Einnahmen durch das Netz. Der letzte war z.B. ein Shop für Hochzeitsbedarf (Infos beim Shoptrainer). Die Gründe des Verkaufs sehen meist ähnlich aus: Familiär, Krankheit, Zeit. Lohnt es sich denn solch einen Onlineshop zu kaufen?Die Zahlen sehen auf den ersten Blick immer sehr gut aus. Bis August einen Umsatz von 70.000 EUR, Pagerank 4 und recht gute Sichtbarkeit auf Google. Man muss allerdings noch etwas hinter die Kulissen schauen um den echten Wert zu erkennen. Der Autohändler wird Ihnen auch nicht sofort auf die Nase binden, dass der Unterboden des guten Golfs rostet.

Shopsoftware

Auf den ersten Blick dachte ich sofort an xtCommerce. Nach einem Blick in den Quelltext wusste ich aber mehr. Es handelt sich bei dem System um Xanario Shop Software. Da ich die Software nicht kenne, kann ich nicht viel dazu sagen. Allerdings sollte man bedenken, dass es sich um eine kostenpflichtige Software handelt, und man vorher den Markt nach Freelancern abchecken sollte, die notfalls Änderungen vornehmen können.

Template & Gestaltung

Auch wenn es kein sehr ausschlaggebendes Kriterium ist: Der Quelltext sagt auch meist etwas über die Qualität des Shops. Speziell beim Hochzeitsshop ist das Template ein Tabellen-Konstrukt. Die weitere Frage liegt dann dort immer in der Anpassbarkeit.

Umsatz

Auf den ersten Blick sehen 70.000 EUR Umsatz nicht so schlecht aus. Bedenkt man aber den Wareneinsatz, Fixkosten und den Zeitraum Januar bis August wird das ganze schon wieder etwas gedrückt. Wir wollen keinesfalls den Umsatz schlecht machen. Gerade das Beispiel kann schon relativ solide Zahlen aufweisen. Allerdings reicht diese einfache Rechnung um die Zahlen etwas besser einschätzen.


Einen bestehenden Shop zu erwerben kann sehr schnell zu weiterem Erfolg führen. Man sollte sich aber dringend mit dem angebotenen System auseinander setzen und analysieren was der Shop tatsächlich Wert ist. Wir möchten auch darauf hinweisen, dass ggf. bestehende Verträge übernommen werden müssen.

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3 Kommentare zu “Bestehende Onlineshops kaufen und weiterführen”

  1. Thomas Kahl sagt:

    Hallo,

    bei einer Übernahme / Kauf eines vorhandenen Shops sind die gleichen betriebswirtschaftlichen Werkzeuge anzusetzen, wie bei einer traditionellen Firmenübernahme. Auch für abstrakte Werte wie Pagerank, Google Position und Zugriffszahlen gibt es Bewertungsmöglichkeiten. Ganz individuell ist natürlich die Betrachtungsweise, wie der Shop ins eigene Portfolio passt oder ob man selber in der Lage ist, das Geschäft so (oder besser) zu betreiben, wie der aktuelle Besitzer. Ein Betreiber eines parallelen Ladengeschäftes kann die Kosten (Lager usw.) ganz anders verteilen, als ein reiner Onlineshop-Betreiber. Dadurch kann ein bisher rentabler Shop ganz schnell zum Groschengrab werden.

    Frohes Fest ;-)

  2. [...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von jssz, christian zsunyi erwähnt. christian zsunyi sagte: Bestehende Onlineshops kaufen und weiterführen – http://www.ecommerce-fachwissen.de/2009/12/bestehende-onlineshops-kaufen-und-weiterfuhren/ [...]

  3. Ich denke, die bisherigen betriebswirtschaftlichen Werkzeuge greifen bei Onlineshops nur bedingt.
    Was mich an dieser Stelle interessieren würden – wie lassen sich Ihrer Meinung nach Pagerank, Google Position und Zugriffszahlen bewerten?
    Hierzu habe ich noch nicht wirklich etwas gefunden.
     

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